Wer Paul Watson und die Sea Shepherd ist und warum sie jetzt von uns Deutschen Hilfe brauchen

Paul_watson

Uns allen ist bewusst, dass wir alle in Sachen Umweltschutz gefragt sind und - genau wie es für Regierungen gelten soll - wir aufhören müssen, auf Kredit zu leben. Aktuell verbrauchen wir 50% mehr Ressourcen als die Welt hat. Es ist somit ein endliches Unterfangen.

Die Zeit für Worte ist vorbei. Wir brauchen Taten und nur daran sollte Erfolg gemessen werden. Dafür brauchen wir ein Zusammenspiel aus verschiedenen Personen: Von Politikern über Unternehmern und (finanziellen) Unterstützern bis hin zu Personen, die an der "Front" sich für die Umsetzung des Umweltschutzes einsetzen, wie z.B. für die Rettung von Walen und Delfinen. Ohne solche Leute funktioniert es nicht. Und Kapitän Paul Watson mit der Sea Shepherd ist einer von diesen Leuten ! So haben sie 2011/2012 insgesamt 768 Wale vor der Ermordung gerettet.

In Costa Rica herrscht leider im erhöhten Maße die Korruption im (Hai-)Fischfang. So wird schnell dank bestochener Polizei aus dem Helfer der Täter und aus dem Täter das Opfer. In Deutschland sind solche Verhältnisse nicht vorstellbar, aber jetzt ist Deutschland dennoch ein Teil dieses korrupten Systems geworden. So wurde auf einen Haftbefehl von Costa Rica Paul Watson in Deutschland festgenommen. Die besagte Tat ereignete sich bei dem Dreh von Sharkwater. Jetzt soll er nach Costa Rica ausgeliefert werden. Dies würde nahezu nahezu einer Todesstrafe entsprechen. 

Paul Watson braucht daher unsere Hilfe und das können wir machen:

  • Herrn Westerwelle und Frau Leutheusser-Schnarrenberger eine Email schreiben, ein Fax schicken oder anrufen. Kontaktdaten sind hier.
  • Familien, Freunden und Bekannten davon erzählen
  • Spenden an Sea Shepherd

Hier gibt es mehr Informationen zu Sharkwater, Sea Shepherd Deutschland und ein Video über Paul Watson.

Foto: REUTERS

Hochschultage Nachhaltigkeit an der Uni Mannheim und Heidelberg - Interview mit den Organisatoren

Über den Newsletter von Absolventum habe ich von der Veranstaltung “Hochschultage Nachhaltigkeit” an der Universität Mannheim und Heidelberg erfahren. Ein paar zuvor habe ich mir gerade nachgedacht, welche Möglichkeiten es gibt, Studenten das Thema Nachhaltigkeit näher zu bringen. Von daher habe ich mich gleich doppelt über Ihre Veranstaltung gefreut. Eine tolle Sache !

Wesentliche Fakten zu den Hochschultagen Nachhaltigkeit vorab:

  • Die Hochschultage Nachhaltigkeit finden am 11.-12. Mai 2012 an den Universitäten Heidelberg & Mannheim statt
  • Die Zielgruppe der Veranstaltung sind Studenten
  • Das Programm finden ist hier
  • Die Veranstaltung ist kostenlos !

Das Interviewfragen beantworten Steffen Bettin, Marlene Dech und Henrike Schaum stellvertretend für die Studierendeninitiativen Real World Economics e.V., POLImotion, SICoR, Sneep und Interdisziplinäres Forum, die die Hochschultage Nachhaltigkeit organisieren.

  

my way to happiness:

Woher kam die Idee für die Hochschultage Nachhaltigkeit?

Hochschultage Nachhaltigkeit:

Als Initiatoren beschäftigen wir uns schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit. Wir haben bereits an unseren Universitäten verschiedene Vorträge dazu organisiert. Als wir auf das Konzept der Ökosozialen Hochschultage vom FÖS gestoßen sind, hat uns dies sofort begeistert. Gerade die Mischung aus den Universitäten Mannheim und Heidelberg mit ihren sehr unterschiedlichen fachlichen Ausrichtungen bietet eine gute Möglichkeit verschiedene Perspektiven bei diesem komplexen Thema aufzuzeigen, so dass eine spannende Diskussion entstehen kann.

 

my way to happiness:

Was wollen Sie erreichen, um nach der Veranstaltung zufrieden zu sein?

Hochschultage Nachhaltigkeit:

Wir wünschen uns, dass der Mannheimer BWLer mit dem Heidelberger Umweltphysiker ins Gespräch kommt und sie die Veranstaltung mit neuen Perspektiven und Ideen über eine nachhaltigere Gesellschaft verlassen. Im Idealfall verbreiten sie ihre neuen Erkenntnisse und bringen das Thema stärker in die Vorlesungen ein.

 

my way to happiness:

Die Veranstaltung wird von den oben genannten Studenteninitiativen organisiert. Dazu gibt es den Beschluss „Hochschulen für Nachhaltige Entwicklung“ der UNESCO-Kommission. Warum sind die Universitäten Mannheim und Heidelberg denn dann nicht Mit-Veranstalter?

 Hochschultage Nachhaltigkeit:

Uns ist wichtig, dass die Veranstaltung erkenntlich von Studierenden organisiert und durchgeführt wird, da wir, als kommende Generation, das Thema in die Gesellschaft tragen wollen. Wir wollen so aufzeigen wie man für Nachhaltigkeit sensibilisieren kann. Nachahmung von studentischer und universitärer Seite ist ausdrücklich erwünscht!

 

my way to happiness:

Die oben erwähnte Seite www.hochschultage.org scheint eine Art “Dachseite” für Hochschultage Nachhaltigkeit zu sein. Wie hängt diese Seite bzw. der Betreiber der Seite mit Ihnen und Ihrer Veranstaltung zusammen?

Hochschultage Nachhaltigkeit:

Der Anstoß kam tatsächlich von diesem Konzept. Die Verantwortung, Umsetzung und die inhaltliche Ausgestaltung liegt jedoch vollkommen bei uns. Deswegen haben wir auch unserer eigens Logo entworfen, dass den Verantwortlichen der des bundesweiten Bündnisses der „Ökosozialen Hochschultage“ so gut gefallen hat, dass sie es gleich übernommen haben.

 

my way to happiness:

Wir können so wie wir leben nicht weitermachen und müssen an unserem Umgang mit der Umwelt etwas grundsätzlich ändern. Obwohl es sicherlich die Mehrheit theoretisch weiß, ist die Greifbarkeit im Sinne “Was müssen wir und kann jeder einzelne genau anders machen” bei nur wenigen vorhanden. Ich unterstütze daher Ihr Veranstaltungs-Konzept, das Verständnis für das Thema Nachhaltigkeit bei den zukünftigen Entscheidungsträgern zu verbessern, d.h. sie über den Status-Quo, die Folgen und Lösungs-Konzepte zu informieren. 

 Sollte dieses Thema dann aufgrund der Dringlichkeit und Bedeutung nicht ein wesentlicher Teil des Studiums werden? So z.B. über einen eigenen Lehrstuhl? Haben Sie diesbezüglich Ideen?

Hochschultage Nachhaltigkeit:

Die Universitäten tun bisher nicht genug! Mit einem abgekoppelten Lehrstuhl „Nachhaltigkeit“ ist keinem geholfen. Es muss Teil jeder Vorlesung und Forschung werden! Forschung und Lehre müssen in allen wissenschaftlichen Disziplinen Nachhaltigkeit stärker einbringen, aktiv dazu beitragen, dass Antworten gefunden werden und die Diskussion anregen.

Unsere Veranstaltung ist hoffentlich ein erster Schritt das Thema an der Uni zu platzieren.

 

my way to happiness:

Wie glauben Sie kann jeder einzelne seinen Beitrag für eine umweltbewusste Welt geben?

Hochschultage Nachhaltigkeit:

Seine eigenen Handlung hinterfragen und diese Reflexion auch von Wirtschaft und Politik einfordern! Die klassischen Beispiele, wie Fahrradfahren und Geräte ausschalten, kennt mittlerweile jeder. Wir gehen mit unserer Tagung darüber hinaus und wollen einen umfassenden Überblick über die Potentiale unserer Generation liefern und Veränderungen anstoßen. Schließlich geht es um unsere Zukunft!

 

my way to happiness:

Vielen Dank für das Gespräch ! Ich finde Ihr Engagement wirklich super und wünsche Ihnen für die Hochschultage Nachhaltigkeit viel Erfolg.

 

The life lessons learnt of Bruce Springsteen

So, rumble, young musicians, rumble. Open your ears and open your hearts. Don't take yourself too seriously, and take yourself as seriously as death itself. Don't worry. Worry your ass off. Have ironclad confidence, but doubt — it keeps you awake and alert. Believe you are the baddest ass in town, and, you suck!

It keeps you honest.

Be able to keep two completely contradictory ideas alive and well inside of your heart and head at all times. If it doesn't drive you crazy, it will make you strong. Stay hard, stay hungry and stay alive.

 

Bruce Springsteen's whole SXSW 2012 keynote speech is here and really worth watching / reading.

 

Umweltbewusstes Leben im Alltag - So belastet ein Deutscher jährlich die Umwelt (in Euro)

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An uns – im Sinne des deutschen Otto Normalverbrauchers – ist leider relativ wenig nachhaltigIn Zahlen bedeutet das für uns Deutsche pro Kopf folgendes (s. auch Abbildung):

  • Wir stoßen jährlich pro Kopf in Deutschland so viel CO2 aus, dass wir damit mit dem Auto 2 Mal die Erde umrunden könnten
  • Wir produzieren jährlich knapp 500kg Müll, nahezu 0,5 Tonnen. Das entspricht dem Gewicht von über sechs 75kg-schweren Menschen oder dem Gewicht eines Eisbären
  • Wir benutzen im Jahr 315 Badewannen voll mit Wasser (über 44.000 Liter)
  • Virtuelles Wasser ist jenes Wasser, das zur Erzeugung eines Produkts aufgewendet wird (vgl. Wikipedia). Davon benutzen wir jährlich über 1,3 Mio. Liter. Das ist ein Schwimmbad voll mit Wasser
  • Alleine für die Herstellung von 1kg Rindfleisch werden 16.000 Liter Wasser benötigt
  • Wir verbrauchen 256kg Papier jährlich und stehen damit weltweit nach China, USA und Japan an vierter Stelle

Puma hat vor dem Hintergrund der Erstellung ihrer Öko-Bilanz die Umweltbelastung in Euro-Beträge bestimmt. Mit deren Methodik habe ich die jährliche (monetäre) Belastung eines Deutschen berechnet. Diese Kosten entsprechen der Umweltbelastung bzw. den Emissionen. Die vom Verbraucher durch die „Nutzung“ bezahlten Kosten sind somit nicht inkludiert. Niemand kommt also für diese Kosten auf. In Summe liegen die Kosten der Umweltbelastung pro Kopf bei fast 2.000 Euro !

2.000 Euro pro Person, das entspricht monatlich 166 Euro. Am Tag sind das 5,50 Euro. So gesehen für jeden einzelnen ein Summe, die jeder in eigener Verantwortung stemmen kann. Es gibt zwei Wege im Umgang mit dieser Umwelt-Belastung:

  1. Die eigene Umwelt-Belastung reduzieren
  2. 2.000 Euro bzw. den Restbetrag im Jahr spenden

Wie ich das beides selber umsetze findet sich in dem Artikel „So lebe ich Nachhaltigkeit“.

Weniger arbeiten, mehr erreichen: Warum es manchmal produktiv ist, unproduktiv zu sein

Viele Stunden die Woche sitze ich aufgrund meines Pendelns zwischen Wohnort und Arbeit im Zug und an Haltestellen. Mein Smart-Phone möchte ich nicht missen. Es erleichtert mir viele Dinge zu tun, z.B. Emails schreiben, den Kalender im Blick und meine Aufgaben im Griff haben.

Aber der Segen ist auch Fluch.

Selten stehe ich seither einfach nur an der Bushhaltestelle und warte. Selten sitze ich – wenn ich nichts mehr zu arbeiten habe – einfach nur da und mache nichts. Viel zu häufig greife ich dann zum geliebten Smart-Phone und erledige noch mehr Dinge...

Und bin ich kein Einzelfall. Schaue ich man in der U-Bahn um, sitzen ca. 20-30% der Leute mit ihrem Smartphone in der Hand da. Selbst in Cafés während Unterhaltungen mit Bekannten und Freunden ist der Griff zum Smartphone fast schon normal.

 

Ich habe vor diesem Hintergrund darüber nachgedacht was ich durch diesen Griff zum Smartphone teils verliere und was es meiner Meinung nach ankommt. Die drei wesentlichen Erkenntnisse:

1. Physische Treffen haben Vorrang

In den wenigsten Fällen ist der Griff zum Smartphone wichtig oder dringend. Man checkt halt seine Mails oder postet grad was auf Facebook. Das klare Signal ist: Die digitale Welt oder das anderen über die reale Welt zu erzählen ist mir wichtiger als die Personen mit denen ich mich unterhalte. Und das obwohl man es (in vielen Fällen) endlich mal geschafft hat sich zu treffen. Ein super Video über das always-on“ findet sich hier. Physische Treffen sollten aber immer vorgehen.

2. Kleine Momente zählen

Blickt man aufs Smartphone, nimmt man nicht die Menschen um sich rum wahr. Mal ehrlich: Es zählen nur noch man selber und sein Smartphone. Dabei verliert man den Blick für die kleinen Momente im Leben: Das Lächeln eines Kindes und die Möglichkeit, einem Hilfsbedürftigen beim Einsteigen in den Bus zu helfen. Solche Momente sind aber wirklich lebenswert.

3. Einfach mal (nach)denken

Es geistert einem viel Privates und Berufliches durch den Kopf. Und diese Gedanken wollen raus. Eine Abkürzung gibt es nicht. Man muss sich die Zeit nehmen. Andernfalls sitzt es einem zunehmend schwerer im Kopf und lähmt einen.
Wenn ich bei einer Sache nicht weiter weiß und mich eine Sache stört, aber ich noch nicht genau weiß was, dann schnappe ich mir mein Mountainbike und fahre durch den Wald. Warum? Weil ich dann meinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Dafür reichen 20-30min nicht aus. Meiner Erfahrung nach braucht es mindestens 60-90min. Das hilft mir, meine Gedanken zu strukturieren und Dinge mal von einer anderen Perspektive zu beleuchten. Denn häufig bringt diese neue Blickrichtung den wesentlichen Unterschied und damit die Lösung.
So komisch es klingen mag, aber es ist sehr empfehlenswert 1-2 Mal die Woche Termine mit sich selber zu machen. Ob das nun Radfahren, Musik hören oder was auch immer ist, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass man sich nicht (zwangs-)beschäftigt.

 

Ich habe zwar den Artikel mit Smartphones gestartet. Aber wahrscheinlich ist es ein genereller Druck, immer etwas machen zu müssen. Aber wird sind keine Maschinen. Nimmt man sich nicht genügend Zeit für sich selber, wird das Ergebnis in Summe länger dauern und von der Qualität schlechter sein. Es gilt etwas Zeit zu investieren, um mehr Zeit zu gewinnen.

Manchmal hat man daher mit weniger arbeiten bzw. mit weniger sich beschäftigen wollen sehr viel mehr gewonnen: Einen freien Kopf !

 

Umweltbewusstes Leben im Alltag - So lebe ich Nachhaltigkeit

Wir stehen in Sachen Nachhaltigkeit vor einem gewaltigen Veränderungsprozess. Es ist sehr einfach zu sagen: die Unternehmen müssen was machen, die Politiker müssen agieren oder die anderen Leute müssen sich ändern.

Aber sind wir ehrlich: Wir wissen genau, das wir uns selber damit etwas vormachen. 

Wenn ich der Meinung bin, dass sich die anderen ändern müssen, dann muss ich selber den ersten Schritt machen.

 

Was mache ich also ich im Sinne der Nachhaltigkeit:

  • Ich bin ein 4-Tage Vegetarier und esse an 4 Tagen pro Woche kein Fleisch
  • Ich kaufe nur regionales und saisonales Obst und Gemüse (Einzige Ausnahme sind im Winter unbehandelte Orangen und Clementinen)
  • Ich esse nur Fisch aus nachhaltigem Fischfang und keine bedrohten Fischarten. Für ersteres u.a. auf das Siegel Marine Stewardship Council (MSC) achten
  • Ich fahre mit Bahn und Bus zur Arbeit
  • Ich esse kein „Billig-Fleisch“, sondern nur Fleisch aus biologischer Herstellung oder vom regionalen Metzger (der wissentlich selber schlachtet)
  • Ich kaufe Lebensmittel so ein, dass ich nahezu nichts wegschmeiße
  • Ich beziehe echten Öko-Strom
  • Ich folge dem Motto „Tue Gutes und rede/schreibe darüber“
  • Ich kaufe nur recyceltes Papier mit dem blauen Engel
  • Ich spende. Letztes Jahr habe ich United Conservationist, Sea Shepherd, World Bicycle Relief und das Bergwaldprojekt
  • Ich habe mir zu Weihnachten keine Geschenken gewünscht, sondern um eine Spende für Sea Shepherd gebeten.
  • Ich frage mich bei allem was ich kaufe, ob ich es wirklich auf lange Sicht brauche und was ich dadurch gewinne. In überraschend vielen Fällen sage ich nach dieser Reflexion „Nein“

 

Das ist mein aktueller Weg und wie ich damit umgehe, meine Fußstapfen zu reduzieren. Geht noch mehr? Sicherlich. Aber schon jetzt habe ich gleich in dreifacher Hinsicht gewonnen: 

  1. Ich komme meiner ökologischen und sozialen Verantwortung nach
  2. Dadurch dass ich mein Handeln stetig hinterfrage, konzentriere ich mich auf das Wesentliche und auf das was mich wirklich glücklich macht
  3. Teils gebe ich mehr Geld aus. In Summe spare ich aber Geld, da ich auf vieles Unnötige verzichte

 

Ich lese sehr viel zu dem Thema, entdecke täglich Neues und überlege mir dann, wie ich es in meinen Alltag überführen kann und probiere es aus. Über weitere Ideen freue ich mich.